02.09.2022 |
ARA Flugrettung

20 Jahre „RK-2“ - Heli-Geburtstag: Reutte feiert

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Hubschrauber vor Gebäude
Die Erfolgsgeschichte der gemeinnützigen ARA Flugrettung begann vor 20 Jahren am Flugplatz in Höfen. (Foto ARA/honorarfrei)

Am 10. September feiert die Station Reutte der ARA Flugrettung ihren 20. Geburtstag. Seit dem Beginn der ARA-Ära im Jahr 2002 wurden 17.753 Einsätze absolviert. Zum Geburtstag lädt das gemeinnützige Unternehmen zu einem Tag der offenen Tür. Es wartet ein attraktives Rahmenprogramm.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die am 29. März 2002 vom Flugplatz in Höfen ihren Ausgang nahm. An diesem Tag stationierte die gemeinnützige ARA Flugrettung auf Initiative des Roten Kreuzes Reutte ihren Notarzthubschrauber mit dem Rufnamen „RK-2“ am dortigen Gelände. In Folge eines verheerenden Hochwassers übersiedelte der Notarzthelikopter im August 2005 auf das Gelände des Bezirkskrankenhauses Reutte in Ehenbichl.

Dort steigt am 10. September (11 Uhr) aus Anlass des 20-Jahr-Jubiläums ein Tag der offenen Tür mit einem tollen Rahmenprogramm. „Wir haben der Bevölkerung der Region enorm viel zu verdanken. Deswegen wollen wir mit jenen Menschen, die in diesen 20 Jahren ein Stück des Weges mit uns gegangen sind, an diesem Tag gemeinsam feiern“, freut sich Stationsleiter Michael Schweiger auf die Jubiläums-Feier. Die Bilanz, die die rot-weiß-roten Flugrettungs-Profis anlässlich des runden Geburtstages ziehen, ist eindrucksvoll: 17.753 (Stand 29. August 2022) Einsätze wurden absolviert, unzählige Menschenleben dadurch gerettet.

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Hubschrauber
Seit dem Jahr 2005 hebt der RK-2 täglich vom Areal des Bezirkskrankenhauses Reutte in Ehenbichl ab, um Menschenleben zu retten. (Foto ARA/HeliRescue.at/honorarfrei)

Speziell die letzten vier Jahre haben die ARA-Flugretter in Reutte enorm gefordert: 
Im Sommer 2018 wurde mit der H145 aus dem Hause Airbus der derzeit wohl modernste Notarzthubschrauber weltweit in den Dienst gestellt. Die „fliegende Intensivstation“ löste eine BK 117 ab. Bereits im Jahr darauf erfolgte eine substanzielle Ausweitung der Dienstzeiten. Seit damals ist es möglich, auch bei Nacht Menschenleben zu retten. Ab März 2020 stellte das Corona-Virus das gemeinnützige Unternehmen auf eine wirtschaftliche Bewährungsprobe. Diese konnte allerdings souverän gemeistert werden. Den vorläufigen Höhepunkt der ARA-Erfolgsstory in Reutte markiert der 14. Juni 2021: An diesem Tag erhielt die ARA nach einem Demo-Flug in Reutte grünes Licht von der Flugsicherheitsbehörde Austro-Control als erstes ziviles Flugrettungsunternehmen in Österreich und Deutschland Windenbergungen auch bei Nacht durchführen zu dürfen. Ein echter Meilenstein in der Geschichte der alpinen Flugrettung.

ARA-Geschäftsführer Thomas Jank äußert zum Geburtstag lediglich einen „Wunsch“: „Mögen unsere Crews auch weiterhin immer wohlbehalten von allen Einsätzen zurückkehren.“ Im Zusammenhang mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage nimmt Jank das Jubiläum zum Anlass, um auf eine problematische Entwicklung aufmerksam zu machen: „Die Einsatzzahlen klettern nach oben, fast alle Kosten steigen, doch die verantwortlichen Kostenträger passen ihre Pauschalen nicht oder nur unzureichend an. Für die enormen Mehrkosten durch die explodierenden Treibstoffpreise gab es beispielsweise bis dato noch von keiner Seite Unterstützung.“

Für die ARA Flugrettung arbeiten aktuell 94 Personen: 13 Piloten, 13 Windenoperatoren (HEMS-TC), 19 Flugretter, 39 Notärztinnen und Notärzte und sieben Verwaltungskräfte. Geflogen wird obligatorisch mit einer Vier-Personen-Crew (Pilot, Windenoperator, Flugretter, Notarzt), die bei Bedarf um weitere Spezialkräfte (Bergretter, Fachärzte, Intensivpfleger…) ergänzt werden kann.

Das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt, das mit dem Kärntner Roten Kreuz kooperiert, gehört zur deutschen DRF-Gruppe, wurde 2001 gegründet und betreibt in Österreich aktuell mit Fresach (Kärnten) und Reutte (Tirol) zwei Ganzjahres-Standorte sowie am Kärntner Nassfeld auch eine saisonale Station. Alarmiert werden die Notarzthubschrauber ausschließlich durch die jeweiligen Landesleitstellen.

Das Programm beim Tag der offenen Tür

  • 11.30 Uhr:    Offizielle Eröffnung mit Festakt
  • 13.00 Uhr:    Start Rahmenprogramm:
    - Besichtigung Notarzthubschrauber RK-2
    - Besuch Polizeihubschrauber Libelle
    - Ausstellung Blaulichtorganisationen
    - Kinderprogramm mit Hüpfburg und Kletterturm
    - Info-Stand Förderverein der ARA Flugrettung
  • 13.00 Uhr:    Konzert Musikkapelle Ehenbichl
  • 15.00 Uhr:    Auftritt der „Alpengrageler“
  • 18.00 Uhr:    Die Band „RIN-Code“ heizt ein

    Im beheizten Festzelt ist für Speis und Trank bestens gesorgt.

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Die Erfolgsgeschichte der gemeinnützigen ARA Flugrettung begann vor 20 Jahren am Flugplatz in Höfen. (Foto ARA/honorarfrei)
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Seit dem Jahr 2005 hebt der RK-2 täglich vom Areal des Bezirkskrankenhauses Reutte in Ehenbichl ab, um Menschenleben zu retten. (Foto ARA/HeliRescue.at/honorarfrei)
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Crew der ARA Flugrettung Station in Reutte
„RK-2“

Station Reutte

Address
Krankenhausstr. 39 | 6600 Ehenbichl/Reutte
Open hours
von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang
Number of calls
605 geflogene Einsätze im 1. Halbjahr 2022