Windentraining – die Übung für's Leben

10.04.2021 - Im Großraum Fresach ist heute bei guten äußeren Bedingungen und unter strikter Einhaltung eines umfassenden Covid-Präventionskonzepts das halbjährliche Windentraining der ARA Flugrettung über die Bühne gegangen. Dabei übte die Crew des Notarzthubschraubers „RK-1“ im alpinen Umfeld das rasche und vor allem sichere Handling mit der Rettungswinde. „Im Ernstfall zählt jede Sekunde, da muss wirklich jeder Handgriff exakt sitzen“, weiß der leitende Flugretter der ARA Flugrettung Philipp Heidenreich. Die Einsätze mit der am Notarzthubschrauber vom Typ Airbus H145 fix angebauten Rettungswinde haben in den letzten Jahren signifikant zugenommen. Der Rekordwert aus dem Jahr 2019 mit 70 Windenbergungen wurde 2020 aufgrund der Covid-Pandemie zwar nicht erreicht, für die kommenden Monate rechnet man bei der ARA aber mit einem spürbaren Anstieg. „Wir gehen davon aus, dass es im Sommer aufgrund der Covid-Krise wieder extrem viele Menschen in die Berge zieht. Eine Zunahme der Windeneinsätze ist daher absehbar“, so der leitende Windenoperator der ARA Flugrettung Christian Zlöbl.

(Fotos ARA/KK): Übung macht den Meister. Ganz besonders gilt das für die heiklen Windenbergungen im Bereich der Flugrettung. Die ARA Flugrettung hat die extrem herausfordernden und meist spektakulären Einsätze mit der Rettungswinde im Großraum Fresach intensiv trainiert.

Der medizinische Leiter der ARA Flugrettung, Gernot Aichinger, erklärt: „Die fix angebaute Rettungswinde hat zwei ganz entscheidende Vorteile. Einerseits kann der Patient, wenn eine Landung an der Unfallstelle nicht möglich ist, deutlich schneller notfallmedizinisch versorgt werden und auch beim Abtransport gewinnt man wertvolle Zeit. Mitunter genau jene Minuten, die über Leben und Tod entscheiden.“ Die beiden Übungsleiter Christian Zlöbl und Philipp Heidenreich zeigten sich mit dem Verlauf des gesetzlich vorgeschriebenen Trainings jedenfalls sehr zufrieden: „Das Zusammenspiel zwischen Piloten, Windenoperatoren, Notärzten und Flugrettern hat auch diesmal wieder perfekt funktioniert. Wir sind für die kommende Sommersaison mit den zu erwartend zahlreichen Windeneinsätzen im alpinen Gelände top vorbereitet - und zwar mit Sicherheit.“

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