25 Jahre - Zum Geburtstag neuer Meilenstein

Seit der Gründung des Unternehmens sind die ARA-Notarzthelikopter zu rund 44.400 Einsätzen abgehoben. Die fliegende Intensivstation H145 mit Fünfblattrotor und mit fix installierter Rettungswinde hat einen Wert von rund zwölf Millionen Euro (Quelle: ARA Flugrettung/Tomas Kika)

 Mit der Eintragung ins Firmenbuch begann am 10. August 2001 die Ära der gemeinnützigen ARA Flugrettung. Sowohl in Kärnten als auch in Tirol gestalteten sich die Anfänge herausfordernd und wechselvoll. Mittlerweile betreibt die ARA drei Stationen (Fresach, Nassfeld und Reutte) und hat sich in Österreich als verlässliche und professionelle Säule in der notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft etabliert. Die Einsatzbilanz seit der Gründung (bis Ende Juli 2026) ist eindrucksvoll: Rund 44.400 mal sind die drei top-modernen Notarzthubschrauber der ARA bisher abgehoben, um Menschen in Not zu Hilfe zu eilen.

 

„Man kann durchaus behaupten, die ARA ist so etwas wie der natürliche Feind des Schicksals. Leider können wir nicht verhindern, dass es zuschlägt. Aber in vielen Fällen können wir vereiteln, dass es mit voller Wucht zuschlägt und Menschenleben retten“, erklärt ARA-Geschäftsführer Thomas Jank mit Stolz.

Um die Mission „Menschen.Leben.Retten.“ zu erfüllen, hat sich das gemeinnützige Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt stetig weiterentwickelt. Als wichtigste Meilensteine in jüngster Vergangenheit können beispielsweise genannt werden: Der Musterwechsel auf das topmoderne Hubschraubermodell H145 mit Winde von Airbus im Jahre 2018, die Aufnahme von Nachtflügen 2019, die Gründung des Fördervereins 2020, als erstes Flugrettungsunternehmen in Österreich wurden 2022 Windenbergungen bei Nacht durchgeführt, seit 2024 können bei schlechtem Wetter (beispielsweise Nebel) Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR) durchgeführt werden und aktuell wird die ARA-Flotte auf Helikopter mit Fünfblatt-Rotoren umgerüstet.

Und der nächste wichtige Entwicklungsschritt wird demnächst, fast pünktlich zum Geburtstag, gesetzt: Mit der Software HeliDoc der Kärntner Firma NoxAvis geht bei der ARA Flugrettung das digitale Notarztprotokoll in den nächsten Tagen in den Echtbetrieb. „Mit HeliDoc läuten wir bei der ARA die Zukunft der digitalen Notfalldokumentation ein. Die Dokumentation und die Kommunikation mit dem aufnehmenden Krankenhaus erfahren eine substanzielle Optimierung. Unsere Crews werden im Einsatz spürbar entlastet, Krankenhäuser erhalten wichtige Informationen früher und können sich gezielter vorbereiten. Das macht die Versorgungskette effizienter. Und davon profitieren letztlich unsere Patienten“, freut sich die leitende Notärztin der ARA Flugrettung, Dr. Nina Becker.

Nicht nur innerhalb der ARA Flugrettung ist man stolz auf die kontinuierliche und stabile Entwicklung des Unternehmens, auch beim Mehrheitseigentümer DRF Luftrettung zeigt man sich von der Erfolgsstory der Österreich-Tochter angetan. „Hut ab vor der beeindruckenden Entwicklung der ARA in den letzten Jahren. Wir werden alles daran setzen, die ARA bei ihrer erfolgreichen Entwicklung weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Ich würde mir wünschen, dass die ARA zu ihrem 30. Geburtstag eventuell schon die eine oder andere neue Station betreibt,“ blickt Dr. Krystian Pracz, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH, äußerst optimistisch und voller Tatendrang in die ARA-Zukunft.

 

 

ARA Flugrettung Winde Foto 2

(Foto ARA Flugrettung/Tomas Kika): Pro Jahr werden von den Crews der ARA Flugrettung rund 350 Windenbergungen durchgeführt – viele davon auch bei Nacht. Beim Jubiläumskirchtag am 22. August am Nassfeld wird so eine spektakuläre Windenbergung im Rahmen eines Demoflugs zu sehen sein

 

 

Am 22. August steigt auf der Watschiger-Alm am Nassfeld ein zünftiger Jubiläumskirchtag. Der Frühschoppen beginnt um 09.30 Uhr, ab 10.30 Uhr geht der Festakt über die Bühne. Nach einer Hubschraubersegnung folgt um zirka 12 Uhr ein Demo-Flug mit einer Windenbergung. Danach sorgt die Tiroler Band „Alpengrageeler“ für ausgelassene Kirchtagsstimmung. „Es wartet auf die Besucher ein buntes Rahmenprogramm. Unter anderem mit Hupfburg, Hitschies-Candy-Bar und einer Fotobox“, freut sich der stellvertretende ARA-Geschäftsführer Andreas Grießer schon auf das Feiern mit Wegbereitern und Wegbegleitern. Diesen wird beim Jubiläumsfest nochmals ganz besonders gedankt. „Dass die ARA jetzt dort steht, wo sie steht, ist das Ergebnis der herausragenden und leidenschaftlichen Arbeit der ARA-Mitarbeiter. Sie sind es, die diese Erfolgsgeschichte überhaupt erst möglich gemacht haben“, so ARA-Geschäftsführer Thomas Jank.

Für die ARA Flugrettung arbeiten aktuell 89 Personen: Neun Piloten, neun Windenführer (HEMS-TC), 23 Flugretter, 36 Notärztinnen und Notärzte und zwölf Verwaltungskräfte. Geflogen wird obligatorisch mit einer Vier-Personen-Crew (Pilot, Windenoperator, Flugretter, Notarzt), die bei Bedarf um weitere Spezialkräfte (Bergretter, Fachärzte, Intensivpfleger…) ergänzt werden kann.

Das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt, das mit dem Kärntner Roten Kreuz kooperiert, gehört zur DRF-Gruppe und betreibt in Österreich aktuell mit Fresach, Nassfeld (beide Kärnten) und Reutte (Tirol) drei Standorte. Alarmiert werden die drei Notarzthubschrauber ausschließlich durch die jeweiligen Landesleitstellen.